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1. Preis: Architekturbüro Christoph Keiner


descDer Entwurf überzeugt durch seine Selbstverständlichkeit, mit der er die Aufgabenstellung in jeder Hinsicht hervorragend erfüllt.

 

Die städtebauliche Einbindung erfolgt über eine einladende Erschließung, die alle ankommenden Verkehrsmittel regelrecht einsammelt. Die Durchwegung des Grundstücks verzahnt sich organisch mit dem Gebäude, indem sie nicht nur zum Haupteingang hinführt, sondern auch den überdachten Freibereich und einen Nebeneingang erschließt. Durch diese Erschließung über einen kleinen Platz, der auch das Wasser und die Landschaft thematisiert, wird der nördliche und südliche Bereich verbunden. Die organische Gestaltung der Freianlagen ist gut durchgearbeitet.

 

Die funktionale Anordnung wird grundsätzlich sehr positiv beurteilet, da der Eingangs- und Foyerbereich große räumliche Qualitäten verspricht.

 

Die Konstruktion ist relativ konventionell gewählt, verspricht aber gerade dadurch eine hohe Wirtschaftlichkeit. Auch insgesamt scheint das Gebäude wirtschaftlich zu realisieren. Der Beitrag weist durchgehend sehr günstige Kennwerte für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auf und basiert erkennbar auf den Prinzipien des energieeffizienten und nachhaltigen Bauens.

 

Die Kompaktheit, der Energiebedarf und die graue Energie sind vorbildlich gelöst. Vor diesem Hintergrund trägt die dachintegrierte Photovoltaik-Anlage dazu bei, die geforderte klimaneutrale Bilanz über den Lebenszyklus einzulösen. Insgesamt lässt die Fassadenausbildung und die Zonierungen eine differenzierte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Himmelsrichtungen erkennen. Demnach sind auch die Tageslichtversorgung und das Raumklima sehr gut gelöst.

 

Die Fassadengestaltung kombiniert Offenheit mit einer gewissen ernsthaften Sachlichkeit. Der Baukörper vermittelt das Bild einer modernen Scheune, die die Solarflächen mühelos integriert. Insgesamt hat der in hoher Detaildichte ausgearbeitete Entwurf funktional und ökologisch stark überzeugt und entspricht durch seine Schlüssigkeit dem Image, dass das Umweltbildungszentrum vermitteln will.


>> Pläne und Wettbewerbsunterlagen, Teil 1 (pdf)

>> Pläne und Wettbewerbsunterlagen, Teil 2  (pdf)

 

Christoph Keiner Architekt

Christoph Keiner, Dipl.-Ing. Architekt, Hongkongstr. 7, 20457 Hamburg

rabe Landschaften

Sabine Rabe, Freischaffende Landschaftsarchitektin, Kastanienallee 9, 20359 Hamburg

Mitarbeit: Cyrus Ahmadi, Marius Hurlbrink, Magdalena Poholski

Fachberater: Willi Gnade, Dipl.-Ing. Architekt, Energieeffizienzexperte der Deutschen Energieagentur (DENA)


 

Der Bau des Umweltbildungszentrums ist ein Kooperationsprojekt von Stadt Augsburg und Umweltstation Augsburg

(Träger: Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V.).


 

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